In einigen Arbeiten werden japanische Haikus als Titel verwendet. In nur drei Zeilen wird eine Jahreszeit, eine Landschaft oder die flüchtige Stimmung eines Augenblicks beschrieben. Der Urrhythmus unseres Daseins: vom Werden und Vergehen, vom Blühen und Verwelken findet sich in den Bildern wieder. Die schlichte, knappe Gedichtform nähert sich dem Geist des Zen-Buddhismus.

 

 

Atelierfenster

 


Vollmond im Herbst.

Die ganze Nacht bin ich

rund um den Teich gegangen.   Basho

Öl auf Leinwand, 100 x 140 cm, 2004

 

Eingeschneit, allein-

da ist etwas, das ich ihn

fragen möchte, den Buddha.     Shiki

Öl auf Leinwand, 100 x 150 cm, 2004


Die Lilien blühen.

Doch wie kann ich vergessen,

was einst gewesen?         Shokyu-ni

Öl auf Leinwand, 100 x140 cm, 2010

 

 

Im Vollmondschein hat

Vor Gras und Baum zu weichen

Des Menschen Schatten.    Baishitsu

Öl auf Leinwand, 100 x 150 cm, 2004

 


Das zweite Leben,

Das möchte ich erleben

Als Kirschblüte.                    Basho

Öl auf Leinwand, 100 x 140 cm, signiert 2015

 

 

 

Dort auf dem Wasser zieht.

Im raschen Tanz vorüber.

Der Fall der Blätter.             Shiki

Öl auf Leinwand, 110 x 130 cm, signiert 2013

 

 

 

Die Irrlichter, ach,

Sind kindlichem Gemüte

ein wildes Rankenwerk.             Seihó

Öl auf Leinwand, 100 x 140 cm, signiert 2016

 

 

 

Auch der Schatten

Einer weißen Rose

Ist schwarz.

Öl auf Leinwand, 100 x 140 cm, signiert 2016

 

 

 

Die Lotosblätter

Der Tau von dieser Welt doch

Ganz leicht gebeugt hat.      Issa

Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm, signiert 2013